HC Bruck – Mannschaft der Herzen bleibt erstklassig

Der HC Bruck gewann das dritte und alles entscheidende Abstiegsspiel bei Union Juri Leoben nach hochdramatischem Spielverlauf in der Verlängerung mit 30:31(11:12). Flo Thurner und Deni Gasperov setzten die Schlussakzente.


leoben_letztes Spiel.jpg-Handball Bruck

Der HC Bruck, der eine schwierige Saison mit vielen Entbehrungen und Verletzungen hinter sich hatte, war bereit diese letzte Chance für den Klassenerhalt zu nutzen. Über die Woche wurde gut regeneriert und akribisch vorbereitet. Leider war Mladan Jovanovic, der Held des Spiels in Bruck, nach doppeltem Nasenbeinbruch nicht einsatzfähig, saß aber zur Unterstützung auf der Bank.

Auch von Seiten des Fanklubs wurde noch einmal alles  für diesen wichtigen Tag mobilisiert.  Mit Fanbus und eigens gefertigten Fanshirts ging es nach Leoben, eindrucksvoll der Einmarsch vor die Leobner Halle. Überhaupt schien es, als ob ganz Bruck die 15 Minuten Fahrt nach Leoben auf sich genommen hatte, um ihren HC Bruck zu unterstützen. Bereits eine Stunde vor Spielbeginn war die Halle zum Bersten voll mit sogar leichter Überzahl für Bruck. Einfach Gänsehaut pur als die Spieler des HC Bruck vom Brucker Anhang bereits vor Spielbeginn minutenlang lautstark eingesungen wurden. Schade nur, dass es diese Derbystimmung gegen Leoben nächstes Jahr nicht geben wird.

Die ersten 10 Minuten des Spiels verliefen ausgeglichen. In der 11. Minute war Leoben durch Kuhn mit 2 Toren in Front, es sollte die letzte Führung der Leobner in der regulären Spielzeit gewesen sein. Angepeitscht von hunderten Brucker Fans und mit dem unbedingten Willen kam der HC Bruck immer besser ins Spiel. Bruck ging immer wieder mit bis zu drei Toren in Führung, verabsäumte es aber bereits in dieser Phase den Sack vorzeitig zuzumachen. Pausenstand: 11:12

Unveränderte Spielcharakteristik auch in der zweiten Hälfte. Bruck am Drücker, immer wieder mit 2 bis 4 Toren vorne. Auf den Kopf gestellt wurde diese Dominanz in den letzten Spielminuten. Nach roter Karte für Berat Mahmutaj eine Minute vor Schluss, erzielte Petreikis das 24:24. Simic ließ postwendend die Brucker wieder hoffen. Als der Brucker Anhang bereits feierte, geschah das Unmögliche. 5 Sekunden vor Schluss unterbindet  Bruck Tormann Taletovic einen Konter der Leobner regulär. Doch das Schiriduo entschied zum Entsetzen der Brucker auf Insultierung des Gegenspielers, rote Karte und Siebenmeter für Leoben.

Nun musste der junge Ersatzgoalie Florian Thurner ins Tor. Damir Djukic ließ sich diese Chance nicht entgehen. 25:25 nach 60 Minuten, es ging in die Verlängerung.

Jetzt war Leoben im Vorteil, Bruck mit zwei Mann in Unterzahl. Leoben ging dann auch gleich durch Wulz in Führung. Die Brucker stemmten sich mit schier unbändigem Willen dagegen, Deni Gasperov auf 26:26. Nichts für schwache Nerven die letzten Sekunden des ersten Durchgangs der Verlängerung. Bei 27:27 wird auf Siebenmeter für Leoben entschieden. Damir Djukic, der bereits 3 Siebenmeter verwertet hatte, nahm die Verantwortung, scheiterte aber an Flo Thurner. Der erste Held des Spiels war fixiert, Bruck durfte weiter hoffen. Es ging in die zweite Hälfte der Verlängerung. Bruck war wieder retour, übernahm immer wieder die Führung, Leoben aber wieder auf 29:29. Dann machte sich die Erfahrung von Routinier Deni Gasperov bezahlt, der zwei Tore hintereinander erzielte. Das war der Sieg, Leoben konnte nur mehr einen Treffer aufholen. Endstand: 30:31 Bruck bleibt oben, Leoben muss in die Bundesliga.

Nun kannte der Jubel auf Brucker Seite keine Grenzen mehr. Minutenlange Standing Ovations und Freudentänze. So hatte eine sehr schwierige Saison doch noch einen positiven Ausgang gefunden.

Werfer HC Bruck: Martin Breg (8), Denis Tot (7), Rok Simic (5), Deni Gasperov (4), Mirnes Mavric (4), Berat Mahmutaj (1), Alexander Fritz (1), Luca Plassnig (1)

DER HC BRUCK BEDANKT SICH BEI ALLEN DIE UNS ÜBER DIE GANZE SAISON SO TOLL UNTERSTÜTZT HABEN UND IMMER AN UNS GEGLAUBT HABEN !

OHNE EUCH WÄRE DIESES MÄRCHEN NICHT MÖGLICH GEWESEN !