Leider nicht gereicht !

Der HC Bruck verliert das alles entscheidende Relegationsspiel in Graz mit 24:23 (14:12) in den letzten Sekunden und spielt nächstes Jahr nur Bundesliga.


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Die erste Halbzeit verläuft ausgeglichen, keine Mannschaft kann sich entscheidend absetzen. Kurz vor der Pause lässt Bruck Kapitän Martin Breg die Chance eines Siebenmeters aus. Halbzeitstand, der noch alles offen lässt: 14:12 für Graz.

Nach der Pause erwischen die Hausherren den besseren Start und können bis zur 37. Minute auf +5 Tore davonziehen. Doch der HC Bruck lässt nicht locker und kämpft sich mit großem Aufwand zurück. 10 Minuten vor Schluss ist HSG Graz mit 22:20 nur mehr zwei Tore voran. Großer Jubel kommt bei den zahlreich mitgereisten Brucker Fans auf, als Berat Mahmutaj in Minute 56 auf 22:22 ausgleicht. 90 Sekunden vor Schluss und Spielstand 23:23 bekommt der HC Bruck den Matchball serviert als HSG Spielertrainer Pajovic für zwei Minuten auf die Bank muss. Die Spannung war nicht mehr zu überbieten. Der HC Bruck sucht zu früh den Abschluss (die Verlängerung war bereits zum Greifen nah), scheitert freistehend am Graz Goalie. Im schnellen Gegenstoß erzielt Josef Albek 8 Sekunden vor Schluss die Entscheidung für Graz. So eng können Sieg und Niederlage, Klassenzugehörigkeit oder nicht, beieinander liegen.

Beim HC Bruck ist man natürlich enttäuscht, hat man doch in dieser Serie einen Kampf auf Augenhöhe abgeliefert.

 Andererseits darf man aber nicht die Rahmenbedingungen vergessen. Der HC Bruck ist im Jahr 2012 aus der Landesliga in die Bundesliga und 2015 in die Handball Liga Austria aufgestiegen. Nach Klassenerhalt 2016 und Ausstieg des Hauptsponsors im gleichen Jahr, hatte man auch 2017 wieder den Klassenerhalt geschafft. Das mit dem mit Abstand niedrigsten Budget in der Liga, auch 2018 war der Klassenerhalt bis Sekunden vor Schluss noch möglich. Es sollte leider nicht sein.

 Vom Publikumszuspruch her zählt man zu den stärksten Vereinen der HLA. Die Bundesliga bietet aber zugleich eine Chance sich finanziell, strukturell, aber auch sportlich wieder zu stärken, und noch gefestigter in die höchste Liga zurückzukehren. Diese Zielsetzung wurde jedenfalls schon mal ausgegeben.

Karl-Heinz Weiland, Obmann HC Bruck: „Man muss beiden Mannschaften gratulieren, es war ein harter Kampf. Wir hatten am Ende unsere Chance, die glücklichere Mannschaft hat sich schlussendlich durchgesetzt. Wir gehören in die spusu HLA, unser Ziel ist der Wiederaufstieg.“

Werfer HC Bruck: Martin Breg (9), Lucijan Fizuleto (4), Thomas Zangl (3), Andras Nagy (2), Berat Mahmutaj (2), Rok Simic (2), Paul Offner (1)

Werfer HSG Graz: Nemanja Belos (5), Matjaz Borovnik (4), Otmar Pusterhofer (4), Joszef Albek (4), Ales Pajovic (3), Filip Ivanjko (2), Philipp Moritz (2)